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Start des DFG-Schwerpunktprogramms 2020

Zyklische Schädigungsprozesse in Hochleistungsbetonen im Experimental-Virtual-Lab

Moderne Hochleistungsbetone ermöglichen immer leichtere, filigranere und ressourcenschonendere Bauwerke. Jedoch reagiert diese Art von Bauwerken empfindlicher

gegenüber Schwingungen; gleichzeitig nimmt die Ermüdungsbeanspruchung stark zu,

wie beispielsweise beim Bau von Windenergieanlagen oder beim Brückenbau für den Verkehr von Hochgeschwindigkeitszügen. Die Erfassung von Schäden durch Betonermüdung ist bislang allerdings kaum möglich, da die Schädigungsprozesse auf sehr kleinen Skalen im Betongefüge stattfinden.

 

Deshalb hat die DFG das Schwerpunktprogramm SPP 2020 „Zyklische Schädigungsprozesse in Hochleistungsbetonen im Experimental-Virtual-Lab“ eingerichtet, das von Prof. Ludger Lohaus vom Institut für Baustoffe der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie koordiniert wird. Hierin forscht er gemeinsam mit Frau Dr.-Ing. Nadja Oneschkow vom Institut für Baustoffe, Prof. Peter Wriggers und Dr.-Ing. Stefan Löhnert vom Institut für Kontinuumsmechanik sowie zahlreichen weiteren Wissenschaftlern aus 12 deutschen Universitäten. Ziel ist es, das Materialverhalten von Hochleistungsbetonen (HPC) unter Ermüdungsbeanspruchung in Kombination neuester experimenteller und virtuell-numerischer Methoden zu erfassen und zu beschreiben. Das Projekt beginnt mit einem Kick-Off-Meeting am 29. und 30. Juni 2017 an der Leibniz Universität Hannover. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte dem Programm eine Fördersumme in Höhe von ca. 7,5 Mio. Euro für die erste Förderperiode von drei Jahren.

 

Die neuen Erkenntnisse können eine Verlängerung der Lebensdauer bestehender ermüdungsbeanspruchter Bauwerke wie Brücken und Windenergieanlagen ermöglichen sowie einen Innovationsschub beim Bauen mit Beton und für Betonanwendungen außerhalb des klassischen Bauwesens, z. B. im Maschinenbau und Anlagenbau, auslösen.