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Großer Erfolg: QuantumFrontiers wird Exzellenzcluster

Hervorragende Bedingungen für die Entwicklung neuartiger Messtechnologien auf dem Gebiet der Quantenphysik und Geodäsie und damit auch für den neuen Exzellenzcluster "QuantumFrontiers" bietet das im Sommer eröffnete Forschungszentrum HITec.

Auch die Fakultät für Bauingenieurwesen freut sich über den großen Erfolg der Leibniz Universität Hannover bei der Exzellenzstrategie: Die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik ist am Exzellenzcluster QuantumFrontiers beteiligt, das ab dem 1. Januar 2019 für zunächst sieben Jahre gefördert wird. Zudem wird sich das Institut für Statik und Dynamik mit seiner Expertise im Exzellenzcluster Sustainable and Energy-Efficent Aviation (Leitung TU Braunschweig) einbringen.

QuantumFrontiers (Light and Matter at the Quantum Frontier: Foundations of and Applications in Metrology) soll anwendungsorientierte Grundlagenforschung an Licht und Materie an der Quantengrenze betreiben. Physikalische Grundeinheiten wie Masse, Länge und Zeit sollen in diesem äußerst kleinen Maßstab präziser gemessen werden. Dabei werden Effekte der Quantenmechanik gezielt genutzt, um Messgenauigkeiten zu verbessern. Hierbei arbeiten Expertinnen und Experten aus verschiedensten Bereichen der Physik, der Astronomie, der Geodäsie und der Geoinformatik, der Halbleiterforschung, der Schaltungen und integrierten Systeme zusammen.

Diese Grundlagenforschung soll die Basis für viele verschiedene Innovationen liefern, beispielswiese für verbesserte Erdbeobachtung und Navigation. Auch neue Materialentwicklungen auf Nanoebene sollen damit möglich werden, genauso wie Fortschritte in der Halbleitertechnik, die zentraler Bestandteil fast aller elektronischen Geräte sind. An QuantumFrontiers sind neben der Leibniz Universität Hannover (LUH) die TU Braunschweig, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig, das Laser Zentrum Hannover e.V., das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen sowie das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) beteiligt.

Neben QuantumFrontiers wird auch der Antrag PhoenixD (Photonics, Optics, and Engineering - Innovation Across Disciplines) als Exzellenzcluster an der LUH gefördert. Außerdem hat der bereits bestehende Cluster Hearing4all einen Zuschlag mit der Ausrichtung "Research for personalized treatment of hearing deficits" erhalten (Universität Oldenburg, LUH und Medizinische Hochschule Hannover). Zusammen mit dem Exzellenzcluster RESIST (Resolving Infection Susceptibility) an der MHH wird es insgesamt vier Exzellenzcluster in Hannover geben.

Der Exzellenzcluster Sustainable and Energy-Efficient Aviation unter der Leitung von Herrn Prof. Jens Friedrichs (TU Braunschweig) ist ebenfalls zur Förderung ausgewählt worden. Das ISD wird sich mit seiner Kompetenz auf dem Gebiet der Ermüdung und Stabilität von Faserverbundstrukturen an der Erforschung neuer multifunktionaler, doppelschaliger Flugzeugstrukturen zur Laminarhaltung einbringen.

LUH und MHH werden nun gemeinsam im Dezember einen Antrag auf Förderung als Exzellenzverbund stellen. Die Begehung durch eine internationale Gutachtergruppe wird Ende März nächsten Jahres stattfinden und die Entscheidung am 19. Juli 2019 fallen, Förderbeginn ist der 1. November 2019.

(Quelle: Pressemitteilungen LUH / MHH)

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