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Aufbau eines DLR-Instituts für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird in Hannover ein neues Institut gründen, das eng mit der Leibniz Universität kooperieren wird. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neuen Instituts wollen anwendungsorientierte Sensorik für neuartige Satellitenmissionen entwickeln.

Nach dem Erfolg des Projekts „QuantumFrontiers“ in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder und der Förderung im Rahmen der Quantum Flagship-Strategie der EU gibt es nun grünes Licht für die Gründung eines Instituts für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover. Die Initiative dafür ging von mehreren Instituten der Leibniz Universität aus.

Das neue Institut wird zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehören und eng mit der Leibniz Universität kooperieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neuen Instituts wollen Satellitenmissionen entwickeln, um das Schwerefeld der Erde aus dem All zu vermessen. So wollen sie erheblich kleinräumiger und genauer bestimmen, wie sich etwa Gletscher-Eismassen oder der Grundwasserspiegel verändert. Dies soll beispielsweise fundierte Aussagen über Klimaveränderungen oder die Auswirkungen von Intensiv-Bewässerung in der Landwirtschaft ermöglichen.

Das Forschungsspektrum erfordert das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Fachgebiete wie etwa der Quantenoptik, der Lasertechnik und der Geodäsie. Zudem werden die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation der Universität Bremen Expertise beitragen. In dem neuen DLR-Institut sollen diese Kompetenzen nun gebündelt werden.

In der Aufbauphase forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst weiter in den bestehenden Einrichtungen. Dafür stellt das Land Niedersachsen der Leibniz Universität eine sofortige Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung. In einigen Jahren wird das neue Institut dann eigene Räumlichkeiten beziehen. Dort werden den Forschenden dann Labore, Reinräume und alle weiteren Strukturen an einem Ort zur Verfügung stehen, um komplette Satellitenmissionen zu planen, zu begleiten und auszuwerten.

Neben dem Institut in Hannover wird das DLR zwei weitere Institute mit dem Schwerpunkt Quantentechnologie in Ulm (DLR-Institut für Quantentechnologie) und Oberpfaffenhofen (Galileo Competence Center) einrichten. Alle drei Standorte werden eng zusammenarbeiten.

(Quellen: Pressemitteilung der LUH / Pressemitteilung des DLR)

Weitere Informationen:

Institut für Erdmessung