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Anhörungsverfahren bei Nicht-Erreichen der 15 LP

Die Prüfungsordnungen 2015/2016  der Studiengänge Bau- und Umweltingenieurwesen (B.Sc.), Computergestützte Ingenieurwissenschaften (B.Sc. und M.Sc.), Wasser-, Umwelt- und Küsteningenieurwesen (M.Sc.), Konstruktiver Ingenieurbau (M.Sc.) und Windenergie-Ingenieurwesen (M.Sc.) befassen sich in § 14 mit der Nichtbestehensregelung, also auch mit dem sogenannten Anhörungsverfahren.

Laut der PO'15/PO'16 greift nicht mehr die klassische Versuchszählung bei einzelnen Modulen. Vielmehr müssen Studierende nun jedes Semester eine Mindestanzahl an Leistungspunkten erbringen. Wird diese LP-Anzahl nicht erreicht, wird automatisch das Anhörungsverfahren in Gang gesetzt. Nehmen Studierende an dem Verfahren nicht teil, erfolgt die Exmatrikulation.

Hinter der "Anhörung" steckt im Grunde eine verpflichtende Studienberatung. Die Regelung soll zukünftig dazu beitragen, Probleme im Studium frühzeitig auszumachen und gemeinsam auch individuelle Lösungen zu erarbeiten, die dazu beitragen, das Studium erfolgreich abzuschließen.

Auf dieser Seite finden Sie eine genauere Ausführung zur Regelung der Prüfungsordnung und zum Ablauf des Anhörungsverfahrens.

Sollten sich über die hier aufgeführten Informationen und die FAQ-Liste hinaus noch weitere Fragen ergeben, können Sie diese gern per Mail an diese Adresse des Studiendekanats senden.

 

Nichtbestehen der Gesamtprüfung

Die Prüfungsordnungen 2015/2016 der Studiengänge im Fachbereich Bauingenieurwesen fordern in § 14 Absatz (3), dass Studierende, in jedem Semester, in dem sie immatrikuliert und nicht beurlaubt sind, mindestens 15 ECTS-Leistungspunkte erbringen müssen (Für Teilzeitstudierende liegt die Grenze bei 6 ECTS-Leistungspunkten).

Außerdem muss die Gesamtsumme der geforderten Leistungspunkte nach jedem Semester (sog. Zählsemester) gößer bzw. gleich der Anzahl an Zählsemestern multipliziert mit 15 sein. Ist eine dieser Bedingungen nicht erfüllt (oder ist die Studienarbeit oder Bachelorarbeit endgültig nicht bestanden), gilt die Gesamtprüfung als nicht bestanden.

Antrag auf Anhörung

Ist die Gesamtprüfung nicht bestanden, wird Ihnen durch das Akademische Prüfungsamt ein schriftlicher Bescheid per Post zugestellt.

Sie haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Anhörung nach § 14 Absatz (6) zu stellen. Dieser ist bis spätestens einen Monat nach Erhalt des Bescheides über das Nichtbestehen im Akademischen Prüfungsamt einzureichen.

Ein Antrag auf Anhörung enthält die folgenden Dokumente:

  • Antragsformular (liegt dem Bescheid bei)
  • Selbst formulierte Stellungnahme in der/die Studierende sich schriftlich mit den Gründen für das Nichtbestehen auseinandersetzt.
  • Studienplanung für den gesamten restlichen Studienverlauf. Dazu verwenden Sie bitte die Modulübersichten Ihres jeweiligen Studiengangs und tragen dort ein, welche Module bereits bestanden wurden und welche Module im aktuellen und den folgenden Semestern bis Studienabschluss belegt werden sollen. Hierbei geht es nicht darum, dass dieser Plan 1:1 eingehalten werden muss. Es soll aber ein Gefühl dafür entstehen, wie der Studienabschluss erreicht werden kann und wie das Studium aufgebaut ist.
  • Detaillierte Planung des aktuellen Semesters. Diese enthält eine konkrete Zeitplanung zu Veranstaltungsterminen, über Vor- und Nachbereitungszeiten, Lernzeiten, Pausen bis hin zu Aktivitäten außerhalb des Studiums (Arbeitszeiten, Hobbys, Freunde/Familie). Hierbei muss nicht peinlichst genau angegeben werden, was Sie genau tun oder wen Sie wie oft treffen. Wählen Sie für den “nicht-universitären Teil“  z.B. eine einheitliche Bezeichnung. Wichtig ist in diesem Fall, DASS Sie diesen Bereich in Ihre Planungen einschließen, um einen realistischen Zeitplan zu erstellen. Nutzen Sie dazu bitte das Dokument "Zeitplanungscheck" des ZfSK. Hinweise zur Studien- und Semesterplanung finden sich auf der Seite zur Studienberatung.

 

Die Einhaltung dieser Pläne sollte von den Studierenden eigenständig überprüft werden. Wenn die Pläne nicht eingehalten werden können, sollten die Pläne bzw. das eigene Verhalten neu überdacht werden, um sie erfolgreich nutzen zu können.

 

Nach Eingang des Antrags erfolgt die Anhörung als Gruppengespräch. Die Anhörung ist verpflichtend und erfolgt durch Beauftragte des Studiendekanats Bauingenieurwesen. 

Die Termine zu den Gesprächen können einem Aushang im Studiendekanat Bauingenieurwesen und am Schwarzen Brett beim Akademischen Prüfungsamt entnommen werden. Hinweise, ab wann die Termine eingesehen werden können, entnehmen Sie bitte dem Bescheid.

 

Das Gespräch dient vor allem der Identifizierung von Problemen und der Beratung, wie ein erfolgreiches Studium weitergehen kann. Wie kann mit Problemen umgegangen werden bzw. wie kann das Studium trotz Widrigkeiten zum Erfolg gebracht werden? Wie geht es in den kommenden Semestern konkret sinnvoll weiter?

Die Gruppengespräche sind oft sinnvoll, da viele Probleme und Hindernisse nicht nur einzelne Studierende betreffen. In der Gruppe erfährt der Einzelne, dass er nicht alleine in dieser Situation ist. Außerdem besteht die Möglichkeit eines Austausches.

Sollten Sie aus persönlichen Gründen ein Einzelgespräch wünschen, können Sie dies im Antrag oder auch zu Beginn des Gruppentermins äußern. Wir empfehlen trotzdem die Anwesenheit beim Gruppengespräch, da Studierende oft viel von dem Besprochenen auch für sich persönlich nutzen können.

 

Im Gespräch wird über die Genehmigung des Antrages entschieden.

Der Antrag auf Anhörung kann im Bachelor maximal 3 mal und im Master maximal 2 mal gestellt und genehmigt werden.

Wenn nur eine der oben genannten Kriterien verletzt wurden oder wenn sich die/der Studierende im ersten Semester befindet, wird der Antrag auf Anhörung nicht gezählt.

Antrag auf Aussetzung der Kriterien

Liegt ein wichtiger Grund für das Nicht-Erreichen der 15 Leistungspunkte vor (z.B. Krankheit, Versorgung von Kindern unter 14), kann ein Antrag auf Aussetzung der in §14 Absatz (3) genannten Kriterien gestellt werden (gemäß §14 Absatz (5)). Dieser ist bis spätestens einen Monat nach Erhalt des Bescheides über das Nichtbestehen im Akademischen Prüfungsamt einzureichen.

Der Antrag sollte die gleichen Dokumente enthalten wie der Antrag auf Anhörung. Außerdem müssen die wichtigen Gründe glaubhaft gemacht werden (z.B. Atteste). Für ärztliche Atteste ist das offizielle Formular auszufüllen.

Auch in diesem Fall erfolgt in der Regel ein Anhörungs-/bzw. Beratungsgespräch (s.o.).

Wird der Antrag genehmigt, gilt er als „ungezählt“.

Wird der Antrag abgelehnt, muss ein Antrag auf Anhörung nach §14 Absatz (6) gestellt werden und die o.g. Kriterien gelten.

Übergangsregelung PO'09

Für Studierende, die aus der Prüfungsordnung 2009/2011 in die PO'15/PO'16 gewechselt sind, wurde zum Zeitpunkt des Wechsels folgende Zuteilung zu den Zählsemestern vorgenommen:

 

0bis 30 LP in das 1. Zählsemester
31bis 60LP in das 2. Zählsemester
61bis 90LP in das 3. Zählsemester
91bis 120LP in das 4. Zählsemester
121bis 150LP in das 5. Zählsemester
151bis 180LP in das 6. Zählsemester