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Freiwilliges Jahr in der Wissenschaft

Freiwilliges Jahr in der Wissenschaft

Studierende am Wellenkanal Studierende am Wellenkanal Studierende am Wellenkanal © FBG/C. Bierwagen

Das Freiwillige Jahr in der Wissenschaft richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, die sich für ein Studium oder eine Ausbildung im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich interessieren. Durch eine praktische Tätigkeit in Forschungseinrichtungen der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Erfahrungen und Einblicke in Berufsfelder des Ingenieurwesens.

WAS BIETET DAS FREIWILLIGE JAHR IN DER WISSENSCHAFT?

Neben der Mitarbeit in einer Forschergruppe nehmen die FWJlerinnen und FWJler an Exkursionen und Seminaren zur persönlichen Entwicklung für Berufseinsteiger teil. Wie bei anderen Freiwilligendiensten erhalten sie ein Taschengeld und Vergünstigungen (z.B. öffentlicher Nahverkehr). Zum Abschluss wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Zeugnis ausgestellt. 

Wer anschließend Bau- und Umweltingenieurwesen studieren möchte, kann sich das FWJ in einem passenden Tätigkeitsbereich teilweise (bis zu 7 Wochen) als Vorpraktikum anrechnen lassen.

Zudem können FWJlerinnen und FWJler häufig nach Absprache im Rahmen des Juniorstudiums an Vorlesungen teilnehmen und Prüfungen mitschreiben. Bestandene Prüfungen sind vielfach auf ein anschließendes Studium anrechenbar.

Interessenten bewerben sich bis zum 31. Januar über ein Online-Formular auf der Website der Medizinischen Hochschule. Voraussetzung  für die Bewerbung ist die Allgemeine Hochschulreife. Anfang April erhalten die Interessenten dann die Übersicht der Projekt-Angebote, aus denen sie sich drei Favoriten wählen. Im April / Mai finden dann persönliche Vorstellungsgespräche statt. 

Beginn: jedes Jahr im September

Bewerbungsschluss: 31. Januar

Bewerbung: über die Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Aktuelle Themen und Bewerbung

BEISPIELE FÜR ANGEBOTE AN DER FAKULTÄT FÜR BAUINGENIEURWESEN UND GEODÄSIE

Regenwasserbewirtschaftung - Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik

Klimawandel, Starkniederschläge, Hitzeperioden –diese Schlagworte dominieren die Medien in Deutschland und der Welt. Eine wassersensible Stadtentwicklung oder die Schwammstadt (Sponge City)sind mögliche Ansätze, Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Am ISAH untersuchen und optimieren wir dezentrale Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung. In den Projekten KEYS und TransMiT untersuchen wir Elemente wie Retentionsbodenfilter, Baumrigolen, Moosfassaden oder Hinterhöfe. Zunächst werden die Rahmenbedingungen in China (KEYS) bzw. in urbanen Quartieren niedersächsischer Großstädte (TransMiT) ermittelt, dann folgen Laborversuche, halbtechnische Versuche und die messtechnische Begleitung umgesetzter Maßnahmen in Hannover, Hildesheim und Peking. In all diesen Bereichen ist eine Unterstützung möglich und erwünscht.


Forschen für die Energiewende - Institut für Baustoffe

Offshore Windenergieanlagen (OWEA) haben eine besondere Bedeutung für Forschungseinrichtungen des Bauwesens, da diese, aufgrund ihrer relativ schlanken Turmstruktur sowie den hohen dynamischen Belastungen aus Wind und Welle, neue Herausforderungen für Bemessung, Bauablauf und Überwachung stellen. Diese hohen Anforderungen erfordern es, innovative Materialien und/oder neuartige Konzepte einzusetzen. Die Arbeitsgruppe "Windenergie" am Institut für Baustoffe entwickelt  Messsysteme und erforscht Verbindungstechniken für OWEA-Gründungsstrukturen. Als Mitglied der Arbeitsgruppe Windenergie begleitet die FWJlerin / der FWJler zunächst laufende Forschungsprojekte  und kann nach einer Orientierungsphase eine eigene spezielle Forschungsfrage definieren und selbstständig bearbeiten.


Wärmedämmungen - Institut für Bauphysik

Das Institut für Bauphysik beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragestellungen rund um den Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz von Gebäuden. Die FWJlerin / der FWJler lernt das gesamte Spektrum am Institut für Bauphysik kennen und kann vertiefend in den Bereich der lastabtragenden Wärmedämmungen einsteigen. Dabei ist sie / er an der Vorbereitung von Versuchen, der Versuchsdurchführung und der wissenschaftlichen Auswertung beteiligt.

Navigation von Robotern - Institut für Kartographie und Geoinformatik

Experimente mit selbstfahrenden Fahrzeugen in Deutschland sind nur Dank aktueller und genauer Vermessungen der Teststrecken möglich. Das Institut für Kartographie und Geoinformatik beschäftigt sich mit dem Erstellen hochgenauer Karten zur Navigation dieser Fahrzeuge. Die Ziel des Projektes ist es, automatisch die benötigten Karten aus Sensordaten wie Laserscanner und Kameras zu generieren. Der/die FWJler/in arbeitet beim Auswerten der Daten zur Kartenerstellung mit und evaluiert im Umgang mit einem Roboter Operating System (ROS) die Ergebnisse. Außerdem wird sie/er existierende Programme erweitern und neue entwickeln. Vermittelt werden dabei Kenntnisse im Programmieren, der Umgang mit Robotern und Sensoren sowie Grundlagen der Datenverarbeitung. Insbesondere kann sich der/die FWJler/in auf die Teilnahme an spannenden Exkursionen mit Studierenden der Geodäsie und Geoinformatik freuen.


Analyse von Satellitendaten - Institut für Erdmessung

Am Institut für Erdmessung untersuchen wir Messungen der räumlichen und zeitlichen Variationen des Gravitationsfeldes der Erde. Unsere Gruppe analysiert insbesondere langjährige Zeitreihen der Satellitenmission GRACE, die das Gravitationsfeld der Erde global durch Sensorsysteme (u.a. Ranging, Beschleunigungsmesser, Rotationssensoren) erfasst. Der/die FWJler/in arbeitet bei der Datenanalyse und Programmierung mit. Dabei wird sie/er die Grundzüge der wissenschaftlichen Signalverarbeitung kennenlernen und einen Einblick in die wissenschaftliche Nutzung der Daten für die Erdsystem- und Klimaforschung erhalten.


FWJ am Großen Wellenkanal (Forschungszentrum Küste)

Der Große Wellenkanal (GWK) ist eine der größten Forschungseinrichtung dieser Art weltweit. Hier werden hydrodynamische, morphodynamische und ökologische Prozesse an der Küste und im Küstenvorfeld erforscht, z. B. den Sedimenttransport, den Küstenschutz oder Offshore-Windenergie. Die FWJlerin / der FWJler wird  in laufende Forschungsprojekte eingebunden und mit (internationalen) Wissenschaftlern, Technikern und Verwaltungsangestellten zusammenarbeiten, um einen Gesamtüberblick über die wissenschaftliche Praxis zu erhalten. Dabei geht es vor allem die die Planung, Durchführung und Auswertung physikalischer Modellversuche mit Wellen und Strömungen.  Dies umfasst z.B. hydromechanische Grundlagen, Messtechnik in hydraulischen Modellversuchen, Auswertung von 1D, 2D und 3D Messdaten, Programmierung, Literaturrecherche, Englischkenntnisse und natürlich das ingenieurmäßige Denken.