Von 1820 bis 1826, leitete der berühmte Mathematiker Carl Friedrich Gauß die Hannoversche Landesaufnahme, eine präzise Vermessung des Königreichs Hannover. Erstmalig wandte er dabei das Verfahren der “Triangulation” an, bei der über ein Netz aus Dreiecken die Fläche bestimmt wird.
Genau 200 Jahre später lehrt der gebürtige Syrer Hamza Alkhatib Studierenden die Triangulation und moderne geodätische Messverfahren. “Tatsächlich war Gauß der Grund, warum ich nach Deutschland gekommen bin. Ich habe sein Werk schon immer bewundert”, so Alkhatib.
Der studierte Bauingenieur und Geodät ist seit September 2007 Arbeitsgruppenleiter am Geodätischen Institut Hannover (GIH) auf dem Gebiet der expertengestützten Datenanalyse und Qualitätsprozesse, Ingenieurgeodäsie und geodätische Auswertemethoden. Seine Habilitation zum Thema “Fortgeschrittene Methoden und Algorithmen für die computergestützte geodätische Datenanalyse” schloss er am GIH Ende 2020 ab.
In Forschung und Lehre beschäftigt sich Prof. Alkhatib heute insbesondere mit modernen geodätischen Auswertemethoden, Sensorfusion, probabilistischer Datenanalyse sowie dem Einsatz von maschinellem Lernen in der Ingenieurgeodäsie und Robotik.
Prof. Alkhatib engagiert sich außerdem in verschiedenen internationalen und nationalen Fachorganisationen und ist Peer Reviewer für unterschiedliche internationale Fachzeitschriften.
Weitere Informationen:
- Website von Prof. Dr.-Ing. Hamza Alkhatib, Geodätisches Institut Hannover
- Studium Geodäsie und Geoinformatik