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Windenergieforschung: Modernisierung und Erweiterung des Testzentrum Tragstrukturen zu TTH 2.0

Windenergieforschung: Modernisierung und Erweiterung des Testzentrum Tragstrukturen zu TTH 2.0

Die Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie freut sich mit dem Team des Testzentrums Tragstrukturen Hannover (TTH) über die Bewilligung eines Testinfrastruktur-Förderantrags durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Die Fördermittel in Höhe von rund 11,6 Millionen Euro ermöglichen den weiteren Ausbau der Großinfrastruktur und technischen Ausstattung in enger Kooperation mit unserem Verbundpartner, dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES).

Dabei geht es um die zukunftsfähige Infrastruktur für die Energiewende: Am TTH werden seit 2014 Tragstrukturen und Gründungselemente für Windenergieanlagen experimentell untersucht. Mit Hilfe der einzigartigen Grundbauversuchsgrube und einem 3D-Spannfeld sind hier Experimente an On- und Offshore-Tragstrukturen im großen Maßstab möglich. Die Ergebnisse ermöglichen es, Berechnungsmodelle zu validieren, die Strukturen zu optimieren und so ihre Tragsicherheit zu verbessern. 


“Dieser Erfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen dem TTH-Team und unserer Fakultät – mit Unterstützung der Universität – und zeugt von dem Vertrauen, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der LUH als langjährig etabliertem und erfolgreichem Zentrum der Windenergieforschung entgegenbringt”, freut sich Prof. Dr. sc. ETH Elyas Ghafoori, Leitender Direktor des TTH und Leiter des Instituts für Stahlbau. “Wir als TTH-Team freuen uns darauf, dieses spannende Entwicklungsvorhaben bald mit der Unterstützung der Fakultät und der Universität zu beginnen.” 


Um den gestiegenen Prüfanforderungen, insbesondere der Windenergieindustrie, gerecht zu werden, wird die bestehende Prüfinfrastruktur am TTH umfassend modernisiert und erweitert. Hierzu zählen unter anderem eine teilautomatisierte Grundbauversuchsgrube zur Prüfung geschichteter Böden und hoher Lagerungsdichten sowie neue Prüftechnik für noch höhere Lasten. Darüber hinaus entstehen in einer neuen Halle zusätzliche Prüfmöglichkeiten bis zu 10 Meganewton mit modernster Messtechnik, um dem kontinuierlichen Größenwachstum von Windenergieanlagen bestmöglich Rechnung zu tragen.


“Die enge Kooperation von fünf Instituten der Fakultät mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme, die wir im TTH pflegen, hat sich sehr bewährt“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. habil. Raimund Rolfes, Mitgründer des TTH, Leiter des Instituts für Statik und Dynamik sowie Sprecher des Sonderforschungsbereichs Offshore-Megastrukturen an der LUH. „Wir blicken auf 12 Jahre spannende Forschung mit einmaliger Großversuchstechnik, vollständig aus Drittmitteln finanziert, zurück und freuen uns auf neue Herausforderungen.“


Am TTH sind fünf Institute der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie beteiligt und im Direktorium vertreten. Den Beirat bilden weitere Mitglieder der Leibniz Universität Hannover, des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme sowie verschiedener Unternehmen der Windenergiebranche. Neben dem TTH sind am Standort Marienwerder weitere herausragende Forschungseinrichtungen beheimatet, wie unter anderem das Forschungszentrum Küste mit dem weltweit einzigartigen Großen Wellenströmungskanal. Im TTH selbst befindet sich außerdem die Abteilung Tragstrukturen des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme (IWES), das GeCoLab des Instituts für Antriebssysteme und Leistungselektronik sowie ein Koordinationsbüro des Zentrums für Windenergieforschung ForWind. 

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